URSINA FRIED & PARTNER

Schamanismus und Krankheit

18.10.2020

#blogursinafried


Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte ich meinen «Löffel» fast abgegeben. Er lag schon da und ich hab es nicht gewusst, nicht wahrgenommen. Ich wusste nur, dass es mir ganz und gar nicht gut ging. Dass es Lebensbedrohend war, erfuhr ich später.

Ich bin sozusagen eine Ueberlebende.

Wie hat mir mein schamanische Weltbild geholfen? Für mich war ganz klar, dass ich Natur bin, Natur, die versucht, auf irgend eine Art und Weise die innere Balance wieder herzustellen. Ich wusste, dass meine Selbstheilung schon am Arbeiten war, doch einfach noch nicht so genau wusste, was zu tun war.

In mir herrschte ein Gefühl von Revolution. Meine innere Natur, meine Selbstheilung brauchten neue Impulse und Erkenntnisse, die selbstverständlich auch umgesetzt werden mussten...#blogursinafried

Es reicht nicht zu erkennen, dass es eine Müllhalde hat. Nein, der Müll muss sortiert und richtig entsorgt werden. Dann kann ich das Land wieder nutzen, das Land bestellen und wieder ernten. So ähnlich funktionierte es mit meinem Kranksein.

Es reichte mir nicht zu wissen, welche Krankheit mich heimsuchte (was für ein wunderbares Wort)… Ich für meinen Teil musste auch begreifen, erkennen, wo meine Natur rebellierte um eine Balance zu finden.

Betrachte ich es aus der heutigen Sicht, war es intensiv, äusserst anstrengend und unglaublich spannend.

Mein Immunsystem hatte plötzlich die Idee, sich gegen mich zu richten. Es gab Revolution in meinem Körper. Meine Schilddrüse wollte seine Schilde hochfahren und wurde dabei vom Immunsystem belagert. Meine Schilddrüse rüstete auf. Es wurden Vorräte an Hormonen angelegt und da grosse Gefahr bestand, wurde ich wach gehalten. Sie brachte es fertig, dass ich einen konstanten Puls von ca. 125+ plus hatte und mein Herz nicht mehr raste sondern nur noch rauschte… Meine Hypophyse sah, dass es ihr Hormon nicht mehr brauchte und hörte auf zu liefern.

Es war so was von unangenehm.  Ich stellte mich meinen Grenzen. Mein Körper und meine Seele forderten meinen Geist heraus.

Meine schamanischen Bilder zeigten mir wo ich hinschauen sollte. Da die Themen als Treibholz an meine Ufer gespült wurden, war mir klar, dass ich es einfach nochmals anschauen durfte, das, was in meiner Kindheit nicht so toll gelaufen war.

Es ging um verschwommene Grenzen. Es ging darum, zu bestimmen, was für mich richtig oder falsch ist. Ich durfte hinschauen und sehen, wo meine Bezugsmenschen die Grenzen nicht klar gezogen hatten. Grenzüberschreitungen zuliessen, aus was für Gründen auch immer…. Es ging auch darum, meinen Bezugsmenschen ihren Teil abzutreten.

Wenn ich das so schreibe, so fühlt es sich jetzt leicht an. Ich habe noch nicht alle Lektionen zu 100 % verinnerlicht. Ich bin mir heute gewahr, wenn diese Grenzen überschritten werden und ich handle. Ich agiere wenn möglich sofort.

Heute weiss ich, dass mein Immunsystem wieder die Grenze nach Aussen ist und sie auch schützt.

Ich habe meine seelischen  und geistigen Grenzen festgelegt und setze sie durch. Nur so konnte ich gesunden.

Es ist / war ein Marathon und kein Sprint. Es gab keinen Quick-Fix. Es gab tägliche Arbeit, schamanische Reisen, radikale Vergebungsarbeit, Hypnose mit schamanischen Bildern, es gab und gibt Veränderungen in meinem Verhalten, meiner Haltung, ich bin noch achtsamer geworden, ich habe mich und meine Bedürfnisse entdeckt… doch dabei waren immer meine schamanischen Wurzeln die Wegweiser, die mich noch fester mit meiner Natur verbunden haben.

Vielleicht fragst du dich, ob ich jetzt geheilt bin? Das weiss ich noch nicht, das wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Ich kann dich hören. Ja, ich war beim Arzt und ich war sehr dankbar, dass ich in der Akutphase auch die Schulmedizin hatte. Ich weiss nicht, ob ich die Tage und Wochen erlebt oder überlebt hätte ohne ihre Unterstützung.

Heilung ist für mich so viel mehr als nur eine Tablette zu schlucken, etwas heraus zu schneiden, den Anweisungen des Arztes zu folgen. Ich bin die Expertin für meinen Körper. Ich weiss, wie er tönt, wie er lacht, wie er weint, wie er sich anfühlt, wenn etwas nicht stimmig ist. Ich weiss, wenn er nicht in der Balance ist, wenn er ausser Rand und Band ist.#blogursinafried

Ich möchte die Verantwortung für meine Natur nicht abgeben. Ich möchte in jedem Augenblick mitbestimmen und mitarbeiten. Ich möchte kritisch sein und hinterfragen. Denn es ist meine Natur.

In dieser Zeit war es noch leiser. Es fand tief in meinem Inneren statt. Nicht im Aussen.

Heute fühle ich mich wohl und ich gehe meinen Weg weiter. Weil es einfacher ist als ihn nicht zu gehen. Mein Commitment zu mir, meine Natur und meine Seele sind mein Antrieb, meine Kraft, die mich jeden Tag staunen lässt, staunen über ein buntes Blatt im Wind. Staunen über den Morgenhimmel… mir aber auch ein Lächeln ins Gesicht zaubert, weil ich weiss, ich bin ein Teil dieser Schöpfung, dieser grossen einen Natur (Pachamama).

Wie gehst du mit Krankheit um? Was begleitet dich durchs Leben, das dir Kraft und Zuversicht schenkt?

Wenn du Unterstützung brauchst, du noch nicht genau weisst, wie du wachsen kannst, so melde dich, denn ich begleite Menschen, die mehr und mehr in ihre Kraft kommen wollen, die Aenderungen herbei sehnen, die noch mehr sich sein wollen.

Ich freue mich auf dich und dein Feedback.

Herzlich

Ursina